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Kleinschmidt, Johannes
Niederappelfeld bei Homberg/Efze 22.3.1858 - 23.12.1905 Hann. Münden

Biographie

Porträt Edward Habich (Kleinschmidt zugeschrieben)
Material: Leinwand
Maße: 162 x 94 cm
Datierung: 1885 - 1890
Provenienz: erworben vor 1946
Inv.-Nr.: AZ 1179


Ganzfiguriges Porträt en face auf einem roten Plüschsessel sitzend in schwarzer Jacke, blassvioletter Hose, heller Weste und weißem Hemd, mit schwarz-gelb gestreifter Krawatte und Brille.
Der Kasseler Sammler Edward Habich (1818-1898) ließ 1892 seine umfangreiche Gemäldesammlung versteigern. Auf Veranlassung des Kaisers gelangten 17 seiner Gemälde in den Besitz der damals Staatlichen Kunstsammlungen Kassel, auch einige Teile seiner 1901 versteigerten Kunstgewerbesammlung kamen in Kasseler Museumsbesitz.
Die Zuschreibung des Porträts an Kleinschmidt ist nicht gesichert. Die besondere Porträtauffassung, die Unmittelbarkeit in der Konzentration auf den Dargestellten ohne schmückendes Beiwerk, ähnlich wie im Porträt der Mutter Kleinschmidts (vgl. AZ 658), lässt jedoch an keinen anderen Kasseler Künstler der Zeit denken. In älteren Berichten taucht auch der Name Josef Scheurenberg auf, der ein Porträt des Sammlers Habich gemalt haben soll. Eine Zuschreibung des Gemäldes an ihn ist nicht haltbar. Auffällig bleibt die Tatsache, dass das Porträt Habichs, einer bedeutenden Kasseler Persönlichkeit, ohne Signatur und Datierung blieb, was im Falle Kleinschmidts ungewöhnlich ist.

P. Heidelbach, Die Sammlung Habich unter dem Hammer. Erinnerung an Edward Habich, den Förderer der Kasseler Kunst, in: Kasseler Post 9.5.1942; Gronau/Herzog 1967, S. 148; Herzog 1969 a, S. 60.

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