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Nahl, Wilhelm
Kassel 22.7.1803 - 14.6.1880 Kassel

Biographie

Als Sohn und Schüler des Malers Johann Ausgust Nahl d. J. lernte er in Kassel auch bei dem Porträtmaler Sebastian Weygandt. Durch die Empfehlung François Joseph Kinsons, Hofmaler König Jérômes am Kasseler Hof, erhielt er die Zulassung zur École Royale des Beaux-Arts in Paris, wo er 1823-1825 studierte. Dort lernte er besonders die Werke Horace Vernets zu schätzen.
Wilhelm Nahl war vorwiegend Porträtmaler, schuf aber auch einige Historiengemälde in klassizistischer Manier und Radierungen. Er besaß eine umfangreiche Gemäldesammlung, die 1881 in Kassel versteigert wurde. Teile seiner Sammlung Graphischer Blätter wurden 1898 in Philadelphia versteigert. Die Graphische Sammlung bewahrt einen Teil des Briefwechsels mit seinem Vater.

Katalog einer Sammlung von Original-Gemälden älterer und neuerer Meister aus der Hinterlassenschaft des in Cassel verstorbenen Herrn Johann Wilhelm Nahl (Auktionshaus Lepke, Berlin), Kassel 1881; Auktionskatalog, An important collection of rare engravings ... formed by the late William Johann Nahl, Davis & Harvey Catalogue Nr. 807, Philadelphia 1898; Ausst.-Kat. Nahl-Ausstellung, Kunst-Verein Kassel 1910; E. Zöllner, Hessische Kunstausstellungen. Die Künstlerfamilie Nahl, in: Hessenland 24 (1910), S. 325-327; Thieme-Becker 25 (1931), S. 334.

Porträt Sebastian Weygandt
bez. u.l.: W.Nahl 1829 19
Material: Leinwand
Maße: 58,5 x 48,5 cm
Datierung: 1829
Provenienz: erworben 1934/35 von Max Göthel, Dresden
Inv.-Nr.: 1875/1322


Brustbild seines Lehrers, des Malers Sebastian Weygandt (siehe unter "Weygandt"), in dunkelblauem Rock, gelber Weste, weißem Hemd und mit Halsbinde, der in seiner rechten Hand eine Pfeife hält. Die Nummer 19 neben der Signatur entspricht Nahls eigener Nummerierung seiner Porträts, aufgeführt in seinen Aufzeichnungen (Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek Kassel, Ms. hass. 2° 658/23, vgl. auch das Verzeichnis Ms. hass. 4° 658/1 i, Nr. 170).

E. Wepler, Johann Wilhelm Nahl, Nachruf, in: Hessische Blätter 12 (1880), Nr. 640, o. S.; Ausst.-Kat. Kassel 1946, Kat.-Nr. 75; Ausst.-Kat. Kassel 1958, Nr. 22; Ausst.-Kat. Kassel 1996, Kat.-Nr. 34, Abb. S. 51.

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