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Ihlée, Johann Eduard
Kassel 22.10.1812 - 15.2.1885 Kassel

Biographie

Ihlée studierte als Schüler Friedrich Müllers an der Kasseler Akademie, später bei Wilhelm v. Schadow in Düsseldorf. 1837-1842 arbeitete er in Rom. Nach seiner Rückkehr lebte er zunächst in Frankfurt/Main, wo er sich Philipp Veit anschloss, dessen Tochter er heiratete. 1853-1871 lebte er mit kurzen Unterbrechungen wieder in Italien. Dort entstanden Landschaften und Genreszenen aus dem
römischen Volksleben, zwei Evangelistendarstellungen für die preußische Gesandtschaftskapelle in Rom und außerdem zahlreiche Kopien nach Raffael, Tizian und Michelangelo. 1872 ließ er sich endgültig in Kassel nieder, wo er zunächst als Lehrer, ab 1875 als Professor an der Akademie unterrichtete. Ihlée gilt mit seinen religiösen Themen als einer der letzten Vertreter der Schule der Nazarener. Er fand mit seinen Genreszenen und Porträts des Kasseler Bürgertums große Anerkennung.

Thieme-Becker 18 (1925), S. 554-555; Bruckmann 1997-1998 2, S. 156, 157, Abb. S. 157.

Knabenporträt
Material: Leinwand
Maße: 64,5 x 53,5 cm
Datierung: 1835 - 1845
Provenienz: erworben 1943 als Vermächtnis von Maria Ihlée, der Großnichte des Künstlers
Inv.-Nr.: AZ 255


Halbfigur eines blondgelockten Knaben, der in blauem Gewand, die rechte Hand in die Hüfte gestützt, umgeben von Sträuchern vor blauem Himmel steht. Im Hintergrund ist die alte Brücke über die Fulda in Kassel zu sehen. Nach Angaben in Maria Ihlées Vermächtnis handelt es sich vermutlich um eine Jugendbildnis ihres Vaters oder ihres Onkels.

Gronau 1915, o. S., Abb.; Herzog 1967, o. S., Farbtafel; Kaiser 1976, S. 25, Abb. 22; Börsch-Supan 1988, S. 312, Abb. 66; Wiegand 1994, Abb. S. 119; Ausst.-Kat. Kassel 1999, Farbtafel S. 297; Ausst.-Kat. Moskau 2003/2004, Kat.-Nr. 12, Farbtafel S. 93.

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