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Preser, Karl
Kassel 21.12.1828 - 18.12.1910 Kassel

Biographie

Nach dem Besuch der polytechnischen Schule studierte Preser an der Kasseler Akademie mit der Absicht, Architekt zu werden. Er besaß vielseitige Interessen, beschäftigte sich mit Malerei, war als Komponist tätig, arbeitete als Hoftheatersekretär und als Redakteur der "Kasseler Zeitung". Große Anerkennung fand er mit seinem dichterischen Werk.

Valentin Traudt, Zum achzigsten Geburtstag Karl Presers, in: Hessenland 22 (1908), S. 342-343; Nachruf in: Hessenland 25 (1911), S. 13.

Grab des letzten hessischen Kurfürsten Friedrich Wilhelm I.
bez. u.r.: Carl Preser 1875
Material: Leinwand
Maße: 34 x 44,2 cm
Datierung: 1875
Provenienz: alter Bestand
Inv.-Nr.: 1875/1721


Ansicht des heute noch bestehenden Grabes des letzten Kurfürsten Friedrich Wilhelm I. von Hessen-Kassel nahe der Lutherkirche in Kassel. Die Mittelachse der hufeisenförmigen, fünfgliedrigen Rückwand aus Sandstein ist durch einen überhöhten Rundbogen und ein aufgesetzes Kreuz betont. Die knienden Engelsfiguren "Liebe" und "Verehrung" schuf der Bildhauer Werner Kaupert. Auf dem Boden im Zentrum liegt die von Kränzen geschmückte Grabplatte des Kurfürsten, der hier am 12.1.1875 beigesetzt wurde. Ihm zur Seite ruhen seine Mutter, Kurfürstin Auguste, gest. 1841, und seine Schwester, Prinzessin Karoline, die im Jahre 1854 hier ihre letzte Ruhestätte fand. Der Zugang zum Kurfürstengrab ist durch ein niedriges Eisengitter begrenzt.
Das Gemälde entstand anlässlich der Beisetzung des Kurfürsten, zu dem Preser enge Beziehungen hatte und dem er 1866 in die Verbannung nach Prag gefolgt war.

Knetsch 1917, S. 172-174, XXX 5.; Ausst.-Kat. Kassel 1995, S. 71.

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