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Robert, Ernst Friedrich F.
Kassel 15.8.1763 - 12.1.1843 Kassel

Biographie

Robert war der Sohn des Regierungsrates Johann Friedrich Robert, der einer Hugenottenfamilie entstammte. Obwohl der Vater für ihn eine juristische Ausbildung vorgesehen hatte, studierte Robert ab 1776 an der Kasseler Akademie, zunächst vier Jahre in der Zeichenklasse, danach weitere vier Jahre bei seinem Onkel Johann Heinrich Tischbein d. Ä. Ausgestattet mit mit einem Reisestipendium des Landgrafen Wilhelm IX. studierte er 1786-1788 in Paris bei François André Vincent. Ein Aufenthalt in Rom 1789/90 schloss sich an. 1790 kehrte Robert nach Kassel zurück und wurde 1793 neben Wilhelm Böttner zweiter Lehrer in der Zeichen- und Perspektivklasse der Akademie, eine Tätigkeit für die er jedoch neun Jahre lang keine Besoldung erhielt. Ab 1803 bemühte er sich um den Posten des Galerieinspektors, den er jedoch erst 1814 erhielt. 1814 und 1815 war Robert an der Rückführung der während der französischen Besatzung unter König Jérôme geraubten Kasseler Kunstschätze aus Paris beteiligt. 1826 schließlich wurde er zum Professor an der Akademie ernannt.
Robert schuf vor allem Porträts, Historienbilder, Dekorationsmalereien und Kopien nach alten Meistern, besonders der Kasseler Gemäldegalerie, sowie Landschaften und seit 1806 auch Radierungen und Schabkunstblätter.

Justi 1831, S. 562-565; Thieme-Becker 28 (1934), S. 419.

Porträt Martha Christine Robert
bez. verso: gemalt von E.F.F. Robert. Martha Christine Frederique Reichhardt geb: den 3ten Februar 1760 zu Erfurt. vermaehlt den 18ten December 1803 zu Erfurt mit dem Professor und Galerie: Inspector Ernst Friedrich Ferdinand Robert. gest.: d: 7ten November 1841 zu Cassel.
Material: Leinwand
Maße: 63,5 x 50 cm
Datierung: 1795 - 1805
Provenienz: erworben 1933 als Geschenk von Anna Robert, Wiesbaden
Inv.-Nr.: 1875/1301


Brustbild in dunklem, dekolletiertem Kleid, mit weißem, über den Kopf gelegten Schleier.
Martha Robert (1760-1841) war die jüngste Tochter des Erfurter Professors Christoph Wilh. Emanuell Reichhardt und die Ehefrau des Malers. Pendant zu 1875/1300.



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