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Stiegel, Eduard
Kassel 20.3.1818 - 18.3.1879 Kassel

Biographie

Vermutlich war Stiegel Schüler der Kasseler Akademie, wo er seit 1867 als Zeichenlehrer, später als Professor tätig war und die neu eingerichtete Klasse für Aquarellmalerei leitete. Kaiser Wilhelm II. zählte als Gymnasiast zu seinen Schülern. Zunächst schuf er vor allem Porträts, wie einige kleinformatige Bildnisse aus den 40er Jahren zeigen. Diese gab er zugunsten der reinen Landschaftsmalerei in heroisch-romantischer Tradition auf. Erst später, vor allem in seinen topographisch genauen Zeichnungen mit Ansichten aus Kassel und Umgebung wurde seine Auffassung naturalistischer.

Knackfuß 1908, S. 217-221; Thieme-Becker 32 (1938), S. 38-39; Herzog 1972, o. S.

Stillleben
bez. u.r.: E.Stiegel
Material: Leinwand
Maße: 52,5 x 65,5 cm
Datierung: 1835 - 1845
Provenienz: erworben vor 1906
Inv.-Nr.: AZ 664


Auf einem einfachen Holztisch ist ein Abendbrot arrangiert. Ein Bauernteller mit Hering und Messer ist auf einem Blatt einer Kasseler Wochenzeitung abgestellt, daneben liegt ein Stück Brot und zwei Radieschen, dahinter sind ein Glas Rotwein, eine Laterne, zwei Eier in der Messingschüssel, ein Kupferkessel, eine Weinflasche und eine Feder angeordnet.
Es handelt sich hier um eine der zur damaligen Zeit üblichen Akademie-Aufgaben, wie die ähnlichen Stillleben von Eduard Tellgmann, datiert 1833 (vgl. 1875/1598), und Johannes Wimmel, datiert 1842 (vgl. AZ 409), belegen.

Ahnert I, Nr. 27; Herzog 1972, o. S., Abb.; Wiegand 1994, Abb. S. 92.

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