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Tellgmann, Ferdinand
Bischhausen bei Eschwege 24.9.1811 - 8.4.1897 Mühlhausen (Thüringen)

Biographie

Tellgmann war seit seinem zweiten Lebensjahr taubstumm. Er studierte von 1828-1841 an der Kasseler Akademie als Schüler von Justin Heinrich Zusch, unternahm zwei Italienreisen und war vor allem als Porträtist tätig. Frühzeitig widmete er sich der Daguerreotypie und besaß in Eschwege und in Mühlhausen in Thüringen bekannte Fotoateliers, die seine beiden Söhne Franz und Oscar weiterführten.
In Tellgmanns biedermeierlichen Bildnissen wird seine große Naturnähe und die an den alten Holländern geschulte Koloristik deutlich.

Thieme-Becker 32 (1938), S. 512; Kaiser 1976, S. 23-24; Th. Wiegand, Atelier Tellgmann - Fotografen in Eschwege 1881-1954, in: Eschweger Geschichtsblätter 1 (1990), S. 4-12; Wiegand 1994.

Porträt eines Porzellanmalers
bez. u.l.: F. TELLGMANN pinx 1837
Material: Leinwand
Maße: 42,3 x 36,2 cm
Datierung: 1837
Provenienz: erworben 1954 von Victor Wichura, Büchenwerra
Inv.-Nr.: AZ 1646


Halbfigur en face in dunklem Anzug, heller Weste, weißem Hemd, mit Schmucknadel und schwarzer Halsbinde, an einem Tisch sitzend. Der rechte Arm ruht auf einer Werkbank, die neben ihm auf dem Tisch steht. Seine rechte Hand hält einen Pinsel, die Linke einen bis auf den schmalen Randdekor noch unbemalten Teller. Auf dem Tisch steht eine fertig gestellte Tasse, daneben liegt ein Pfeifenkopf aus Porzellan.

Wiegand 1994, Kat.-Nr. 11, Abb. S. 56.

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