Malerei 19. Jh. >> Übersicht




Weygandt, Sebastian
Bruchsal 1760 - 7.1.1836 Herleshausen

Biographie

Weygandt war in Bruchsal Schüler von Joachim Günther und Lothar Ignaz Schweickart. Ab 1779 war er zunächst in Mannheim und Düsseldorf, anschließend als Porträtmaler in München tätig. Er porträtierte die fürstlichen Familien in Ottingen und Wallerstein, den Markgrafen von Ansbach-Bayreuth und fand im Erbprinzen von Hohenlohe einen Gönner, der ihn als Hofmaler nach Breslau berief. Hier erlebte er 1806 den Einmarsch der Franzosen und lernte Jérôme Bonaparte kennen, der ihn 1807 als Hofmaler nach Kassel berief. Nach dessen Sturz fiel er bei dem zurückgekehrten Kurfürsten Wilhelm II. von Hessen-Kassel in Ungnade, blieb aber zunächst als viel beschäftigter Porträtist in Kassel. Ab 1818 war er bei der Familie des Landgrafen von Hessen-Philippsthal-Barchfeld in Herleshausen tätig.

Knackfuß 1908, passim; Thieme-Becker 35 (1942), S. 481-482.

Porträt Jérôme Bonaparte (Umkreis Weygandt)
Material: Leinwand
Maße: 60,5 x 50,5 cm (ovaler Spiegel)
Datierung: 1807 - 1813
Provenienz: erworben 1938 aus Schloss Philippsthal
Inv.-Nr.: LM 1938/384


Brustbild nahezu en face in grüner Uniform mit rotem hohem Kragen und blauem Ordensband. Am Hals trägt er das Kreuz und auf der Uniform den Bruststern zum Großkreuz des Ordens der Ehrenlegion.
Wahrscheinlich handelt es sich um ein Porträt aus dem Umkreis Weygandts.



<<_zurück     3/11   weiter_>>


[Literatur] [Benutzerhinweis] [Datenschutz] [Impressum]