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Cornicelius, Georg
Hanau 28.8.1825 - 9.12.1898 Hanau

Biographie

Ersten Zeichenunterricht erhielt Cornicelius bei seinem Vater Friedrich, der in Hanau als Porzellanmaler tätig war. Nach einem fast zehnjährigen Studium an der Hanauer Zeichenakademie folgte 1848 ein Aufenthalt in Antwerpen, ein Jahr später kehrte er nach Hanau zurück. 1851 und 1852 verbrachte Cornicelius einige Monate in Dresden. Im Winter 1852/53 hielt er sich in Paris auf, er besuchte München und 1858 die Kasseler Galerie. 1869, 1874 und 1880 folgten Reisen nach Oberitalien, Venedig und Florenz. 1872 wurde Cornicelius zum Ehrenmitglied der Hanauer Akademie und 1888 zum Professor ernannt. Eine Nachlassausstellung zeigte der Kunstverein Kassel 1899. Als Genre- und Historienmaler bekannt, schuf Cornicelius einige stimmungsvolle Landschaften seiner Heimat.

K. Siebert, Die künstlerische Entwicklung von Georg Cornicelius, Diss. Freiburg 1905; P. Heidelbach, Georg Cornicelius, ein hessischer Maler, in: Hessenland 22 (1908), S. 136-138, 155-158, 171-174; Thieme-Becker 7 (1912), S. 440-441; K. Siebert, Verzeichnis der Werke des Malers Georg Cornicelius, Straßburg 1914 (Studien zur deutschen Kunstgeschichte 17, 1. Heft); K. Siebert, Aus dem Leben von Georg Cornicelius, in: Hessenland 29 (1915), S. 164-166, 179-181; K. Siebert, Georg Cornicelius, in: Volk und Scholle 1922, Heft 3, S. 85-86; K. Siebert, Zum hundertsten Geburtstag von Georg Cornicelius. Beiträge zu seiner Beurteilung als Mensch und Künstler, in: Hanauisches Magazin 4 (1925), S. 57-84; K. Siebert, Georg Cornicelius im Urteil der Zeitgenossen, in: Hanauisches Magazin 6 (1926), S. 168-178; A. Merk, Georg Cornicelius 1825-1898. Ein Maler in Hanau. Sein Leben und Werk, Hanau 1998; Ausst.-Kat. Frankfurt/Main 2000/01.

Mainlandschaft bei Gewitterstimmung
bez. u.r.: G.Cornicelius
Material: Leinwand
Maße: 48 x 80 cm
Datierung: 1870 - 1873
Provenienz: erworben 1899 aus der Nachlassausstellung im Kasseler Kunstverein
Inv.-Nr.: 1875/1147


Von den Steinheimer Steinbrüchen aus, wo ein Hirte neben seiner Ziegenherde lagert, öffnet sich im Hintergrund die nach Westen sich erstreckende Mainebene mit dem Taunusgebirge dahinter. Die Szene entspricht der Stimmung nach oder während eines Gewitters. Der Himmel über dem Fluss leuchtet goldgelb auf. Das Gemälde zeigt Cornicelius' ungewöhnliche Begabung für eine stimmungsvolle, von Licht und Schatten bestimmte, warmtonige Landschaftsdarstellung.
Eine vergleichbare, wenn auch kleinformatige Mainlandschaft mit geänderter Figurenstaffage befindet sich im Museum in Hanau (A. Merk, Georg Cornicelius 1825-1898. Ein Maler in Hanau. Sein Leben und Werk, Hanau 1998, S. 47, 90).

O. Eisenmann, Cornicelius-Ausstellung, in: Hessenland 13 (1899), S. 253; Ausst.-Kat. Berlin 1906 b, S. 77, Kat.-Nr. 294; P. Heidelbach, Georg Cornicelius, ein hessischer Maler, in: Hessenland 22 (1908), S. 171; Kat. Kassel 1913, S. 14, Nr. 810; K. Siebert, Verzeichnis der Werke des Malers Georg Cornicelius, Straßburg 1914 (Studien zur deutschen Kunstgeschichte 17, 1. Heft), S. 21, S. 63, Nr. 289; W. Fechner, Die Casseler Galerie, Kassel o. J. (um 1917), S. 36, Nr. 289; K. Siebert, Georg Cornicelius, in: Volk und Scholle 1922, Heft 3, S. 86; K. Siebert, Zum hundertsten Geburtstag von Georg Cornicelius. Beiträge zu seiner Beurteilung als Mensch und Künstler, in: Hanauisches Magazin 4 (1925), S. 63; K. Siebert, Georg Cornicelius im Urteil der Zeitgenossen, in: Hanauisches Magazin 6 (1926), S. 177; Kat. Kassel 1929, S. 17, Nr. 810.

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