Schwind, Moritz von


1804 - 1871

Name: Schwind, Moritz von
Nationalität: A
Lebensdaten: 1804 - 1871
Geburtsort: Wien, Österreich, 21.1.1804
Todesort: Niederpöcking/ Starnberger See, Deutschland, 8.2.1871
Beruf: Maler u. Graphiker


Nach einem Philosophie-Studium an der Universität Wien 1812-1821 entschloss sich Schwind 1823, beeinflusst von Peter Krafft und Ludwig Schnorr v. Carolsfeld, an der dortigen Akademie Kunst zu studieren. 1827 machte er in München Bekanntschaft mit Peter Cornelius und übersiedelte im folgenden Jahr endgültig dorthin. Cornelius verschaffte ihm erste Aufträge für Wandmalereien in der Münchner Residenz. 1835 reiste Schwind nach Italien. Seine Entwürfe für Wandgemälde in Hohenschwangau von 1834/36 wurden erst 1853-1855 von anderen Malern ausgeführt. 1840 übersiedelte er nach Karlsruhe und 1844 nach Frankfurt/Main, wo er für das Städelsche Kunstinstitut den "Sängerkrieg auf der Wartburg" schuf. 1847 an die Akademie nach München berufen, lernte er Baron v. Schack kennen, der eine Reihe seiner Gemälde erwarb. 1853-1855 entstanden Fresken auf der Wartburg, die seinen Ruf als volkstümlicher Maler begründeten. Im Sommer 1857 reiste er nach London. Sein letzter Großauftrag war die Ausmalung der Loggia des Wiener Opernhauses 1866-1867.
Zusammen mit Ludwig Richter und Carl Spitzweg gehört Schwind zu den Hauptvertretern des deutschen Biedermeier. Formal stand er noch in der Tradition von Klassizismus und Nazarenertum, bemühte sich jedoch um eine Milderung des Pathos und zeigte eine deutliche Hinwendung zum Privaten und Bürgerlichen.

Thieme-Becker 30 (1936), S. 386-390; Bruckmann 1981-1983 4, S. 127-129; Ausst.-Kat. Spitzweg, Schwind, Schleich. Biedermeier und Vormärz. Gesichter einer Epoche, Städtische Galerie im Prinz-Max-Palais, Karlsruhe 1984


Letzte Aktualisierung: 27.10.2020


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