Gude, Hans Frederik


1825 - 1903

Name: Gude, Hans Frederik
Nationalität: D
Lebensdaten: 1825 - 1903
Geburtsort: Kristiania/Oslo, Norwegen, 13.3.1825
Todesort: Berlin, Deutschland, 17.8.1903


Gude erhielt seine erste künstlerische Ausbildung 1837-1841 bei Johann Flintoe an der Zeichenschule in Kristiana. 1841 trat er, vermittelt durch seinen Landsmann Adolph Tidemand, mit dem Gude auch gemeinsam Bilder malte, in die Düsseldorfer Akademie ein. Andreas Achenbach nahm ihn wegen seiner außergewöhnlichen Begabung für die Landschaftsmalerei als Privatschüler auf und veranlasste ihn zu einer Reise durch Italien. Bis 1846 war Gude außerdem im Privatatelier Johann Wilhelm Schirmers tätig. Nach wiederholten Reisen in seine Heimat, wo er Naturstudien betrieb, wurde er 1854 an die Stelle Shirmers nach Düsseldorf berufen. 1862 legte er dieses Amt nieder, um sich in North Wales (Bettos-y-Coed bei Conway) ganz dem Studium der Landschaft zu widmen. 1863 berief man ihn zum zweiten Mal zum Nachfolger Schirmers, diesmal nach Karlsruhe, einem Sammelpunkt zahlreicher norwegischer Künstler. 1880 übersiedelte Gude nach Berlin, wo er an der Akademie ein Meisteratelier für Landschaftsmalerei leitete. Seine besondere Vorliebe galt seiner norwegischen Heimat. Als Motive bevorzugte er daher die Fjorde mit ihren Felsmassen und sonnigen Ufern. Gezielte Beleuchtungseffekte verband er mit einem kulissenhaft arrangierten Bildaufbau.

H. Gude, Karlsruher Künstlererinnerungen, Karlsruhe 1920; Thieme-Becker 15 (1922), S. 189-190; H. Tintelnot, Über die Wirkung norwegischer Maler des 19. Jahrhunderts in Deutschland, in: Nordelbingen 34 (1965), S. 201-221; Kat. Düsseldorf 1969, S. 112-114; Ausst.-Kat. Düsseldorf 1979, S. 318-322; E. Haverkamp, Hans Gude 1825-1903, 3 Bde., Oslo 1982; Bruckmann 1997-1998 1, S. 429-432; Ausst.-Kat. Tidemand & Gude. Der aander en tindrende Sommerluft varmt over Hardangerfjords Vande, Nasjonalgalleriet Oslo, Bergen 2003


Letzte Aktualisierung: 08.02.2017


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