Kügelgen, Franz Gerhard von


1772 - 1820

Name: Kügelgen, Franz Gerhard von
Namensansetzungen: Küchelchen, Gerhard (Andere Schreibweise)
Nationalität: DE
Lebensdaten: 1772 - 1820
Geburtsort: Bacharach, Deutschland, 6.2.1772
Todesort: Loschwitz, Deutschland, 27.3.1820
Beruf: Maler/in


Kügelgen lernte bei Januarius Zick in Koblenz und bei Christoph Fesel in Würzburg. Zusammen mit seinem Zwillingsbruder Carl reiste er 1791, ausgestattet mit einem Stipendium des Kurfürsten Maximilian Franz, des Erzbischofs von Köln, für drei Jahre nach Italien. 1795 ging er über München nach Riga und kam 1798 nach Reval, wo er sich vor allem der Porträtmalerei widmete. 1798-1803 war er als gesuchter Porträtist in Petersburg tätig, u. a. auch für das Kaiserhaus. Nach einem Paris-Aufenthalt 1804 ließ sich Kügelgen 1805 in Dresden nieder, wo er 1814 zum Akademieprofessor ernannt wurde. Bis zu seinem frühen Tod 1820 - Kügelgen fiel einem Mord zum Opfer - beschäftigte er sich mit Historienmalerei.
Kügelgen nahm sich in seiner frühen, dem Porträt gewidmeten, klassizistischen Phase von 1805-1815 Raffael zum Vorbild. In seiner späteren, romantischen von 1815-1820 erhielt seine Malerei mystische Züge, charakterisiert durch einen ausgeprägten Madonnen- und Heiligenkult von oft süßlicher Manieriertheit.

Thieme-Becker 22 (1928), S. 51-53; H. Schöner, Gerhard von Kügelgen. Leben und Werk, Mönkeberg 1982; D. v. Hellermann, Gerhard von Kügelgen (1772-1820). Das zeichnerische und malerische Werk, Berlin 2001


Letzte Aktualisierung: 15.11.2019


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