Max, Gabriel Cornelius von


1840 - 1915

Name: Max, Gabriel Cornelius von
Nationalität: D
Lebensdaten: 1840 - 1915
Geburtsort: Prag, Tschechien, 23.8.1840
Todesort: München, Deutschland, 24.11.1915


Als Sohn des Bildhauers Joseph Max studierte er 1855-1858 an der Prager Kunstakademie bei Eduard v. Engerth und 1858-1861 in Wien bei Karl v. Blaas, Christian Ruben und Carl Wurzinger. Zusammen mit Hans Makart und Franz Defregger war er 1863-1867 Schüler von Karl Theodor v. Piloty in München. Seit 1869 besaß er ein Atelier in München, teilweise in Gemeinschaft mit Hans Makart. Zwischen 1879 und 1883 unterrichtete Gabriel Max als Professor im Fach Historienmalerei an der Münchner Akademie. Zunächst zeigten seine Gemälde die dunkle, schwere Farbigkeit der Piloty-Schule, die bald, ohne bunt zu werden, einer lichteren Hauptfarbe wich.
Schon während der Prager Zeit hatte Gabriel v. Max sich intensiv mit Schopenhauer, dem Spiritismus, dem Darwinismus, der Mystik und mit asiatischer Philosophie beschäftigt. Später lebte er zurückgezogen in München und in seinem Haus am Starnberger See. Er betrieb anthropologische und psychologische Studien, die in seine Bildkompositionen einflossen. Er hatte eine Vorliebe für den melancholisch-träumerischen Frauentypus, den er in verschiedenen psychologisch bestimmten Situationen und ekstatisch-visionären Zuständen schilderte. Auch eine Zahl von Affen, die er in seinem Haus hielt, malte er häufig in psychologisierender Anspielung auf den Menschen. Als bedeutendes Mitglied der Piloty-Schule ließ er die gründerzeitliche Thematik hinter sich, um sich allegorisch-mystischen Bildthemen zuzuwenden. In seinem Nachlass fanden sich zahlreiche Fotos, die als Vorlagen für seine Gemälde gedient hatten.

Thieme-Becker 24 (1930), S. 288-289; H. Ludwig, Piloty und seine Schule. Die okkulte Welt des Gabriel von Max, in: Weltkunst 49 (1979), S. 1676-1677; Bruckmann 1981-1983 3, S. 122-126


Letzte Aktualisierung: 08.02.2017


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