Rottmann, Carl


1797 - 1850

Name: Rottmann, Carl
Nationalität: D
Lebensdaten: 1797 - 1850
Geburtsort: Handschuhsheim/Heidelberg, Deutschland, 11.1.1797
Todesort: München, Deutschland, 7.7.1850


Als Schüler seines Vaters und Johannes Xellers wurde Rottmann früh von Carl Philipp Fohr und dem Engländer George Augustus Wallis beeinflusst, später in München von Joseph Anton Koch. 1826/27 unternahm Rottmann, unterstützt vom bayerischen König Ludwig I., seine erste Reise durch Italien. 1828 stellte er in München seine Gemälde "Rom" und "Palermo" vor, die den König zur Planung der italienischen Landschaftsfresken in den Münchner Hofgartenarkaden veranlassten. Im Winter 1829/30 weilte Rottmann im Auftrag des Königs in Rom. Kaum zurückgekehrt, begann er seine Arbeit: einen Freskenzyklus, bestehend aus 28 Gemälden, deren Abfolge einer bestimmten Reiseroute entsprach. 1834/35 ging er auf Geheiß Ludwigs I. nach Griechenland. Anschließend führte er den geplanten Bilderzyklus griechischer Landschaften aus. 1841 wurde er zum Hofmaler ernannt.
Rottmann gehört zu den bedeutendsten Landschaftsmalern seiner Zeit. Charakteristisch ist die Weiträumigkeit seiner Landschaften. Detaillierte geographische und geologische Studien waren stets Voraussetzung für die Entstehung seiner Gemälde. Die für Rottmann so typische, glühend-farbige Beleuchtung übte starken Einfluss auf jüngere Malerkollegen aus.

Berrer 1923/1924, S. 133; Thieme-Becker 29 (1935), S. 100-102; E. Bierhaus-Rödiger, Carl Rottmann 1797-1850. Monographie und kritischer Werkkatalog, München 1978; Bruckmann 1981-1983 3, S.391-395, Abb. S. 392; Kat. Carl Rottmann 1797-1850. Kartons, Aquarelle, Zeichnungen, (Kataloge des Hessischen Landesmuseums Darmstadt Nr. 14), bearb. v. B. Strieder, Darmstadt 1989; Ausst.-Kat. München 1998


Letzte Aktualisierung: 08.02.2017


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