Schleich, Eduard d. Ä.


1812 - 1874

Name: Schleich, Eduard d. Ä.
Nationalität: D
Lebensdaten: 1812 - 1874
Geburtsort: Haarbach (Niederbayern), Deutschland, 12.10.1812
Todesort: München, Deutschland, 8.1.1874
Beruf: Maler/in


Schleich begann sein Studium 1827 an der Münchner Akademie, verließ diese jedoch nach kurzer Zeit, um sich vor allem durch Naturstudien in den bayerischen Alpen autodidaktisch weiterzubilden. Bis 1848 malte er düster komponierte Stimmungslandschaften. Die Begegnung mit Christian E. B. Morgenstern bestärkte ihn in dem Ziel der unmittelbaren Naturwiedergabe. Gemeinsam unternahmen sie eine Studienreise nach Venedig und Oberitalien. Bis ca. 1865 studierte Schleich die Niederländer des 17. Jh., vor allem Rubens, wodurch seine Farbigkeit wärmer wurde. Mit Carl Spitzweg reiste er 1851 nach Paris, lernte die französische Landschaftsmalerei kennen und fand seinen persönlichen Stil: lichterfüllte Landschaften aus der Umgebung Münchens oder des oberbayerischen Seengebietes. Charakteristisch ist das deutliche Breitformat seiner Gemälde. Schleich gilt wegen seiner genauen Beobachtung der Landschaft im Wechselspiel der Atmosphäre als einer der Begründer der deutschen Freilichtmalerei.

Thieme-Becker 30 (1936), S. 100; S. Wichmann, Eduard Schleich d. Ä. 1812-1874, Phil. Diss., München 1951; Bruckmann 1981-1983 4, S. 52-54; Ausst.-Kat. Spitzweg, Schwind, Schleich. Biedermeier und Vormärz. Gesichter einer Epoche, Städtische Galerie im Prinz-Max-Palais, Karlsruhe 1984


Letzte Aktualisierung: 08.02.2017


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