Steinhausen, Wilhelm


1846 - 1924

Name: Steinhausen, Wilhelm
Nationalität: D
Lebensdaten: 1846 - 1924
Geburtsort: Sorau/Niederlausitz, Deutschland, 2.2.1846
Todesort: Frankfurt/M., Deutschland, 5.1.1924
Beruf: Maler/in


Steinhausen studierte 1863-1866 an der Berliner Akademie und anschließend bis 1869 in Karlsruhe bei Louis Des Coudres. Dort kam er in den Kreis um den Galeriedirektor Carl Friedrich Lessing und lernte Hans Thoma, Hans Canon und Wilhelm Trübner kennen. Als Porträtist und Historienmaler zunächst wenig beachtet, schuf er unter dem Einfluss des von ihm verehrten Ludwig Richter und der Kunst der Nazarener Illustrationen für religiös orientierte Verlage. 1871/72 reiste er mit einem Stipendium nach Italien. Nach Berlin zurückgekehrt, folgte er bald seinem Freund Hans Thoma nach München, wo er mit Arnold Böcklin, Albert Lang und Louis Eysen in Kontakt trat, zum Leibl-Kreis jedoch nur lockere Beziehung hatte. Zunächst wieder in Berlin, bewog ihn der Auftrag des Frankfurter Architekten Simon Ravenstein zur Wanddekoration einer Villa 1876, sich in Frankfurt/Main niederzulassen. Hier lebte er anfangs in Wohn- und Arbeitsgemeinschaft mit Hans Thoma.
Seit den 80er Jahren erreichten ihn wiederholt Aufträge zu Wandgemälden, in denen er sich vorwiegend mit der Ikonographie des Neuen Testamentes auseinandersetzte, was seinen Ruf als protestantisch-religiöser Maler festigte. Bei seinen ausgedehnten Reisen durch Taunus und Hunsrück, in die Schweiz und nach Italien entstanden zahlreiche stimmungsvolle Landschaftsstudien, die vor allem sein Spätwerk prägten.

W. Steinhausen, Aus meinem Leben. Erinnerungen und Betrachtungen, Berlin 1912; Thieme-Becker 31 (1937), S. 564-566; Ausst.-Kat. Wilhelm Steinhausen 1864-1924, Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen, Städtisches Gustav-Lübcke-Museum Hamm/Westf. 1964; Ausst.-Kat. Wilhelm Steinhausen 1864-1924, Kurpfälzisches Museum der Stadt Heidelberg 1974; Ausst.-Kat. Der Maler Wilhelm Steinhausen und die Hunsrücklandschaft, Mittelrheinisches Landesmuseum, Mainz 1984; Ausst.-Kat. Wilhelm Steinhausen (1864-1924). Porträts, Städtische Kunsthalle, Mannheim 1985; M. Bückling, Wilhelm Steinhausen 1864-1924 als Landschaftsmaler, Frankfurt/Main 1987


Letzte Aktualisierung: 08.02.2017


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