Steinle, Edward Jakob von


1810 - 1886

Name: Steinle, Edward Jakob von
Nationalität: D
Lebensdaten: 1810 - 1886
Geburtsort: Wien, Österreich, 2.7.1810
Todesort: Frankfurt/M., Deutschland, 18.9.1886
Beruf: Maler/in


Steinle war seit 1823 Schüler der Wiener Akademie bei Vincenz Georg Keninger und seinem Vormund Leopold Kupelwieser. Dieser riet ihm zu einem Rom-Aufenthalt, wo sich Steinle dem Nazarenerkreis um Friedrich Overbeck anschloss. Die beiden Fresko-Aufträge für die Rheinecker Schlosskapelle und den Kaisersaal im Römer bewogen Steinle 1839, nach Frankfurt/Main überzusiedeln, wo sein Freund Philipp Veit Direktor des Städelschen Kunstinstituts war. Die Freundschaft mit Clemens v. Brentano und der Umgang mit Moritz v. Schwind erweiterten seinen weitgehend religiösen Themenkatalog um den poetischen Bereich der Sagen und Märchen. 1850 wurde Steinle zum Professor für Historienmalerei am Städel ernannt. Obwohl er sich 1850 und 1855 in Paris aufhielt, blieb er dem Kunstideal der Nazarener treu, ohne der neuen Zeit Zugeständnisse zu machen. Von Frankfurt/Main aus war er bis zu seinem Tode mit religiöser und profaner Monumentalmalerei beschäftigt, wie die zahlreichen nur zum Teil ausgeführten Entwürfe für Berlin, Münster, Köln, Aachen, Stolzenfels, Frankfurt/Main, Wien und Diakowar (Kroatien) bezeugen. Gerade seine kleinformatigen Gemälde, Aquarelle und graphischen Blätter zeigen Steinle als feinfühligen Künstler.

A. M. v. Steinle (Hg.), Edward von Steinle's Briefwechsel mit seinen Freunden, 2 Bde., Freiburg 1897; A. M. v. Steinle, Edward von Steinle. Des Meisters Gesamtwerk in Abbildungen, Kempten/München 1910; Thieme-Becker 31 (1937), S. 572-574; Fuchs 4, K 64; Ausst.-Kat. Frankfurt/Main 2000/2001


Letzte Aktualisierung: 23.07.2020


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