Waldmüller, Ferdinand Georg


1793 - 1865

Name: Waldmüller, Ferdinand Georg
Nationalität: D
Lebensdaten: 1793 - 1865
Geburtsort: Wien, Österreich, 15.1.1793
Todesort: Hinterbrühl bei Baden, Deutschland, 22.8.1865
Beruf: Maler/in


Waldmüller besuchte 1807-1813 die Wiener Akademie unter Hubert Maurer und Johann Baptist Lampi. Er begann als Miniaturmaler und kam 1811 als Zeichenlehrer zu Graf Gyulay nach Agram. Ab 1825 reiste er im Sommer häufig nach Italien. 1829 wurde er Kustos der Gemäldegalerie und Akademieprofessor in Wien. Dort entstand 1846 seine Streitschrift "Das Bedürfnis eines zweckmäßigen Unterrichts in der Malerei und plastischen Kunst". In einer weiteren Schrift - "Andeutungen zur Belebung der vaterländischen bildenden Kunst" von 1857 - forderte er die Aufhebung der Akademie. Nach einem darauf folgenden Prozess wurde er mit halbem Gehalt pensioniert und erst 1864 rehabilitiert.
Waldmüller hinterließ ein umfangreiches Werk. Als Bildnismaler dokumentierte er die Welt des Wiener Bürgertums in Einzel- und Familienporträts, die sich durch scharfe Charakterisierung, farbig sinnliche Stofflichkeit und großen Detailreichtum auszeichnen. Als Landschaftsmaler vollzog er die Abkehr von der italienischen und Hinwendung zur heimatlichen Landschaft des Wiener Waldes, die er mit großer realistischer Detailfülle und plastisch modelliertem Sonnenlicht charakterisierte. Nach 1840 wandte er sich verstärkt dem bäuerlichen Genre zu. Waldmüller gehört zu den bedeutendsten Repräsentanten der österreichischen Malerei der 1. Hälfte des 19. Jh.

A. Roessler/G. Pisko (Hg.), Ferdinand Georg Waldmüller. Sein Leben, sein Werk und seine Schriften, 2 Bde., Wien o. J. (1907); Thieme-Becker 35 (1942), S. 74-77; B. Grimschitz, Ferdinand Georg Waldmüller, Salzburg 1957; M. Buchsbaum, Ferdinand Georg Waldmüller 1793-1865, Salzburg 1976; Ausst.-Kat. Ferdinand Georg Waldmüller, Kunstforum Länderbank Wien, München 1990


Letzte Aktualisierung: 08.02.2017


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