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Patty Kolitz im Kinderstühlchen



Patty Kolitz im Kinderstühlchen


Inventar Nr.: AZ 2508
Bezeichnung: Patty Kolitz im Kinderstühlchen
Künstler / Hersteller: Louis Kolitz (1845 - 1914), Maler/in
Dargestellt: Martha Kolitz (1875 - 1967), Dargestellt
Datierung: 1876
Objektgruppe: Gemälde
Geogr. Bezug:
Material / Technik: Leinwand
Maße: 61,5 x 46,5 cm (Bildmaß)
Leihgeber: Stadt Kassel, Städtische Kunstsammlungen
Beschriftungen: Signatur: Das Gemälde wurde beschnitten und verkleinert, erhalten ist ein Reststück (12,5 x 16,5 cm) mit der Signatur: L. Kolitz 1876, aufbewahrt "Schrank NG".
verso auf dem Keilrahmen Stempel: Geprüft RPA Revisor


Katalogtext:
Unter den zahlreichen Kinderbildnissen, die Kolitz geschaffen hat, machen Porträts seiner Tochter Martha, gen. Patty (1875-1967, verh. Heydemann), den wohl größten Anteil aus. Das hier en face in lockerer, pastoser Malweise dargestellte etwa einjährige Kind sitzt in seinem Stühlchen und blickt den Betrachter aufmerksam an. Von links vorne fällt helles Licht ein, das auf dem weißen Kleidchen – und vor dem dunklen Hintergrund – zu kräftigen Licht-Schatten-Kontrasten führt, die der ruhigen Zuständlichkeit des Porträts Momente von Lebendigkeit verleihen.
Der Zustand vor der – nicht vom Künstler unternommenen (!) – Verkleinerung zeigte Details aus dem Kinderzimmer wie Puppen und Puppenwagen. Dass Kolitz auf dieses kindliche Ambiente Wert legte, wird auch im Porträt der vier Kolitz-Kinder, „Vier Kinder des Malers“(um 1877), deutlich. Durch die Verkleinerung wird zugleich die Distanz zu dem kleinen Mädchen reduziert und eine Unmittelbarkeit suggeriert, die auch anderen Kinderbildnissen des Malers fremd ist. Vielmehr zeigt Kolitz Kinder zumeist in einer ihnen eigenen, von den Erwachsenen abgerückten Welt. Porträts seiner Kinder sind von nun an wichtiger Teil seiner künstlerischen Produktion. Außer in Zeichnungen und kleinen Porträtstudien gibt Kolitz seine Kinder auch in großformatigen, repräsentativen Bildern oder in landschaftlichen Inszenierungen wieder. Gemeinsam ist diesen Porträts das Erfassen der Kinder als Individuen besonderer Art und ein sensibles Gespür für ihre Entwicklungsstadien.



Literatur:
Ausst.-Kat. Berlin 1902, Kat. Nr. 670; Uhde-Bernays 1919-1920, S. 364 (die Abbildung zeigt das noch unbeschnittene Gemälde), Ausst.-Kat. München 1920, Nr. 25; Ausst.-Hefte Kassel 12/1965, Nr. 127.


Letzte Aktualisierung: 05.05.2021


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