Allegorie der Theologie und Jurisprudenz



Allegorie der Theologie und Jurisprudenz


Inventar Nr.: AZ 362
Bezeichnung: Allegorie der Theologie und Jurisprudenz
Künstler / Hersteller: Carl Brünner (1847 - 1918)
Datierung: 1898
Objektgruppe: Gemälde
Geogr. Bezug: Straßburg, Universitätsaula
Material / Technik: Leinwand
Maße: 112,3 x 67,3 cm (oben halbrunder Abschluss) (Bildmaß)
Leihgeber: Stadt Kassel, Städtische Kunstsammlungen
Beschriftungen: Signatur: bez.r.R. (auf einer Stufe): C.BRÜNNER. 1898.
verso auf dem Keilrahmen Stempel: Städt. Kunstbesitz Kassel Inventar Nr. 362; Der Magistrat der Stadt Kassel


Katalogtext:
Vor leuchtend blauem Himmel erhebt sich über einem Renaissance-Sockel ein mächtiger, von einem roten Baldachin überfangener Marmorthron, auf dem eine blonde, in weiß gekleidete Frauengestalt sitzt, lorbeergekrönt, mit einem blauen Mantel über den Knien. Sie weist in ein geöffnetes Buch. Hinter ihr lehnt ein Schwert. Ihr rechts zu Füßen liegt ein Rutenbündel mit Beil, Attribut der römischen Rechtssprechung. Links steht, ihr zugewandt, eine dunkelhaarige Frau. Sie trägt einen grauen Mantel über einem weißgelblichen Gewand. Unter ihrem rechten Arm hält sie ein Buch, ihre Linke weist nach oben, wo ein Putto über sie das Kreuz und über die andere Frau eine Waage hält. Beide Attribute kennzeichnen zusammen mit den lateinischen Inschriften auf dem Sockel die Frauen als Personifikationen von Theologie, "Rerum Divinarum Notitia", und Jurisprudenz, "Suum Cuique Tribuere". Brünner orientierte sich in der Komposition an den Madonnendarstellungen der italienischen Renaissance, während Haltung und üppige Gewandung der Frauengestalten an Hans Makart erinnern.
Das Gemälde diente zusammen mit der "Allegorie der Medizin und Philosophie" (vgl. AZ 361) als Vorlage für die 1899 ausgeführten Darstellungen in der neu erbauten Straßburger Universitätsaula.




Letzte Aktualisierung: 15.12.2020


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