Die drei Prinzen von Hanau



Die drei Prinzen von Hanau


Inventar Nr.: L 80
Bezeichnung: Die drei Prinzen von Hanau
Künstler / Hersteller: August von der Embde (1780 - 1862), Maler/in
Dargestellt: Friedrich Wilhelm Graf von Schaumburg, Fürst von Hanau und zu Horzowitz (1832 - 1889), Dargestellt
Wilhelm Graf von Schaumburg, Fürst von Hanau und zu Horzowitz (1836 - 1902), Dargestellt
Moritz Fürst von Hanau und ui Horowitz (1834 - 1889), Dargestellt
Datierung: 1839
Objektgruppe: Gemälde
Geogr. Bezug:
Material / Technik: Leinwand
Maße: 134 x 101 cm (Bildmaß)
Beschriftungen: Signatur: bez. u.r. (auf dem Stein): August von der Embde 1839
verso auf dem Keilrahmen: 145/177; 205738; 35; 9982; K.1.245
verso auf dem Keilrahmen Klebezettel: 2325/R.K. 35
verso auf dem Rahmen: 35 (drei mal)
verso auf dem Rahmen Klebezettel: 165


Katalogtext:
Dargestellt sind die drei ältesten Söhne des späteren Kurfürsten Friedrich Wilhelm I. von Hessen-Kassel und seiner Frau Gertrude geb. Falkenstein. Diese und alle weiteren Kinder dieser Ehe wurden, wie ihre Eltern, 1831 zu Grafen von Schaumburg, 1853 zu Fürsten von Hanau ernannt und trugen seit 1855 den Zusatz "und zu Horzowitz".
Die drei Knaben sind beim Spiel im Park nahe einem kleinen Gartenhaus gezeigt, welches zwischen Bäumen im Hintergrund zu erkennen ist. Der Älteste, Friedrich Wilhelm (1832-1889), rechts, pflückt blühende Kräuter. In der Mitte kniet Moritz Philipp Heinrich (1834-1889) und legt Sommerblumen in ein Leiterwägelchen, das sein jüngster Bruder Wilhelm (1836-1902) führt. Während die beiden jüngeren Knaben noch das damals übliche Kittelkleid mit weißem Kragen tragen, ist der Siebenjährige bereits wie ein Erwachsener in einen dunklen Rock gekleidet.
Das Gruppenporträt steht in einer in England begründeten Tradition des Kinderbildnisses, die vor allem in der Wiener Biedermeiermalerei fortgesetzt wurde. Wie dort setzte sich auch hier eine stärker affektvolle, posierende Haltung der Figuren durch. Diese findet ihren malerischen Ausdruck in einem ausgeprägten Detailrealismus, der als wesentliches Merkmal des Biedermeierporträts gilt.



Literatur:
Knetsch 1917, S. 178-180, XXXI 18., 19., 20.; Herzog 1967, o.S., Abb.; Wiegand 1994, Abb. S. 150.


Letzte Aktualisierung: 15.12.2020


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