Drusus und die Germanin



Drusus und die Germanin


Inventar Nr.: AZ 490
Bezeichnung: Drusus und die Germanin
Künstler / Hersteller: Friedrich Gunkel (1819 - 1876)
Datierung: 1865
Objektgruppe: Gemälde
Geogr. Bezug:
Material / Technik: Leinwand
Maße: 201,5 x 291,5 cm (Bildmaß)
Leihgeber: Stadt Kassel, Städtische Kunstsammlungen
Beschriftungen: ./.


Katalogtext:
Nach Boetticher lautete der vollständige Titel des Gemäldes: "Drusus wird auf seinem Heereszuge gegen die Elbe von einem deutschen Weibe das Ende seiner Taten und seines Lebens prophezeit". Losch zitiert den Titel nach dem heute nicht mehr sichtbaren Vermerk auf der Rückseite des Gemäldes und der Angabe auf der Fotografie einer ersten Farbskizze ("Friedrich Gunkel. Rom komponiert 1864"). Das Gemälde war vom Kasseler Kunstverein beim Maler in Auftrag gegeben worden.
In einem düsteren Wald nähert sich an der Spitze seines Gefolges von links Drusus in goldfarbener römischer Uniform auf einem Schimmel, den ein Tigerfell als Satteldecke schmückt. Die Gruppe schrickt vor der weiß gekleideten Frauengestalt, einer blonden, germanischen Priesterin, zurück, die rechts auf einer Anhöhe erscheint.
Nero Claudius Drusus, der jüngere Bruder des späteren Kaiser Tiberius, drang im Jahre 9 v. Chr. ins Innere Germaniens bis zur Elbe vor. Hier soll ihm ein riesiges Weib erschienen sein, das ihn vor weiterem Vordringen warnte und ihm den Tod vorhersagte. Drusus starb auf dem Rückzug durch einen Sturz vom Pferd.



Literatur:
Boetticher I/1, S. 432, Nr. 3; Ahnert I, Nr. 179; Ph. Losch, Friedrich Gunkel. Zur Erinnerung an einen vergessenen Kasseler Maler, in: Hessenland 17 (1903), S. 197; Kramm 1935, S. 46; Herzog 1985, S. 324


Letzte Aktualisierung: 15.12.2020


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