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Porträt Konrad Stern



Porträt Konrad Stern


Inventar Nr.: 1875/1375
Bezeichnung: Porträt Konrad Stern
Künstler / Hersteller: Johannes Kleinschmidt (1858 - 1905), Maler/in
Dargestellt: Konrad Stern (1830 - 1918), Dargestellt
Datierung: 1887
Objektgruppe: Gemälde
Geogr. Bezug: Kassel
Material / Technik: Leinwand
Maße: 66,5 x 52,5 cm (Bildmaß)
Beschriftungen: Signatur: bez. o.r.: J.Kleinschmidt.87


Katalogtext:
Brustbild en face in schwarzgrauer Jacke. Das dunkle, leicht gelockte Haar rahmt seine hohe Stirn und geht an den Schläfen in einen dichten Vollbart über. Die Mischung aus feinen und breiten Pinselstrichen sowie der schwere tonige Gesamteindruck erinnern an Porträts der zeitgenössischen Münchner Schule. Konrad Stern (1830-1918), Lehrer und Pfarrer in Kassel, war der Bruder von Wilhelm Stern, ebenfalls Lehrer in Kassel (vgl. dessen Porträt von Carl Brünner 1875/1377). Nach der Ausbildung in Kassel arbeitete Konrad Stern zunächst als privater Hauslehrer, später an der Koesterschen Mädchenschule und 1864-1875 als Elementar- und Turnlehrer an der Kasseler Realschule, wo bereits sein Bruder Heinrich unterrichtete. Seine Sportausbildung erwarb er sich an der Turnakademie in Berlin.
Nach dem Übergang Hessens an Preußen gehörte Konrad Stern zu den renitenten Lehrern und Pfarrern, die den Treueeid verweigerten und vom Dienst suspendiert wurden. Stern war Mitbegründer des "Gertrudenstiftes" bei Großenritte (benannt nach Gertrude, der Gattin des letzten Kurfürsten Friedrich Wilhelm I. von Hessen-Kassel), dem "Hauptquartier" der hessischen Renitenz. Nach seiner Entlassung aus dem Lehramt gründete er eine Schule für Kinder und Erwachsene, die Sternsche Lehranstalt für Schönschreiben. Außerdem war er als Schriftsachverständiger, u. a. auch bei Gericht, tätig. Zum Porträt seiner Frau Anna Stern vgl. 1875/1376.
(Konrad Sterns Lebenslauf verdanken wir dem Stifter des Gemäldes, seinem Sohn Wilhelm E. Stern, Brooklyn, NY/USA, der ihn 1958 verfasste.)




Letzte Aktualisierung: 15.12.2020


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