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Grimm, Ludwig Emil
Hanau 14.3.1790 - 4.4.1863 Kassel

Biographie

Die Heilige Veronika mit dem Schweißtuch
bez. u.l.: LG. (monogrammiert) 1855.
Material: Leinwand
Maße: 59,2 x 41 cm
Datierung: 1855
Provenienz: übernommen 1938 aus der Landesbibliothek Kassel
Inv.-Nr.: 1875/1696


Veronika kniet in grauer Nonnentracht vor dunklem Hintergrund und hält das Schweißtuch mit dem Antlitz des dornengekrönten Christus vor sich. In der Linken hat sie außerdem eine Passionsblume als Symbol des Leidens Christi.
Die Komposition lehnt sich an die berühmte Veronika-Tafel des Kölner Meisters der Hl. Veronika (um 1400) an, die Grimm 1815 in der Boisserée Sammlung in Heidelberg noch gesehen hatte (München, Alte Pinakothek Inv.-Nr. WAF 664). Ein Umrissstich der Tafel erschien in J. W. v. Goethes Abhandlung "Kunst und Altertum am Rhein, Main und Neckar", die zuerst 1816/17 in seiner Zeitschrift "Über Kunst und Altertum" veröffentlicht wurde und in der die Tafel ausführlich gewürdigt wird. Das Gesicht der Heiligen zeigt starke Ähnlichkeit mit dem von Grimm radierten und gemalten Porträt seiner 1833 verstorbenen Schwester Lotte Hassenpflug (A. Stoll, Hg., Ludwig Emil Grimm. Erinnerungen aus meinem Leben, Leipzig 1913, Nr. 46, Abb. nach S. 320). Zu Grimms Radierung des Gemäldes vgl. auch ebd. S. 624, Nr. 8.

I. Koszinowski/V. Leuschner, Ludwig Emil Grimm. Zeichnungen und Gemälde, 2 Bde., Marburg 1990, Bd. 1, S. 407, Ö 53, Abb.

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